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Biennale – Venedig baut auf Holz aus Salzburg

Das Know How und die Holzkompetenz für den neu errichteten Anbau am denkmalgeschützten Österreichpavillon in Venedig kommt aus Salzburg. Die Zimmerei-Holzbau Lottermoser aus Pfarrwerfen konnte den Auftrag für die Biennale in Venedig ausführen und setzte sich dabei gegen mehrere Mitbewerber durch.

Der denkmalgeschützte Österreichpavillon wurde mit einem Anbau in Holzriegelbauweise erweitert, der für die Biennale 2017 von der Künstlerin Brigitte Kowanz bespielt wird. Der Pavillon wurde vom Grazer Architekt Hermann Eisenköck, der seine Wurzeln ebenfalls in Salzburg hat, geplant. Die gesamte Werkplanung, Statik und Ausführung der Holzbauarbeiten erfolgte durch die Holzbaufirma Zimmerei-Holzbau Lottermoser aus Pfarrwerfen. „Durch unser Konzept, die Konstruktion händisch aufzustellen, konnten wir zuerst Architekt Eisenköck und in späterer Folge auch die Auftraggeberin Kommissärin Dr. Steinle überzeugen“, so Peter Lottermoser.

Logistische Herausforderung – der Holzbau macht es möglich
Innerhalb einer Woche wurde der Pavillon von dem 7-köpfigen Montageteam vor Ort errichtet, wobei die besonderen Umstände des Transports nach und in Venedig eine logistische Herausforderung waren. Die Einzelteile, bestehend aus ca. 23 m³ Brettschichtholz, 7 m³ Pfosten und ca. 1.000 m²Fichten-3-Schichtplatten, wurden in Paketen zu ca. 1,5 to verpackt und mittels einem LKW-Sattelzug nach Venedig transportiert. Danach ging es mit zwei Schiffen weiter bis zur Baustelle. „Der Rohbau erfolgte mit Muskelkraft einem Gerüst und zwei kleinen manuellen Flaschenzügen und wurde in fünf Arbeitstagen komplett zusammengestellt“, erklärt Lottermoser.
Für die perfekte und vorbildliche Arbeit wurde die Firma Lottermoser beim Empfang mit ca. 430 Personen und bei der Eröffnung mit ca. 3.500 Personen von Kulturminister Drozda, der Kommissärin Dr. Steinle sowie den beiden Künstlern Brigitte Kowanz und Erwin Wurm besonders hervorgehoben. Dies zeugt von der hohen Qualität der Arbeit von Salzburgs Holzbau-Meistern.

Salzburger Unternehmen halten zusammen
Unterstützung bei der Umsetzung des Gesamtprojekts gab es von zwei weiteren Salzburger Unternehmen. Das Holzcenter Weiss in Altenmarkt lieferte nicht nur die notwendigen Rohwaren, wie Brettschichtholz und 3-Schichtplatten, sondern unterstütze auch bei der Transportlogistik mit ihrer großen Kompetenz und den internationalen Verbindungen. Zusätzlich zeigte auch proHolz Salzburg Interesse an diesem renommierten Projekt und unterstützte dieses. „Es freut uns besonders, dass wir unser Know-How in die Welt tragen dürfen. Die Holzbaubetriebe des Landes zeigen mit viel Kompetenz und handwerklichem Geschick die Leistungsfähigkeit des Materials Holz. Umso schöner, wenn wir dadurch auch in einer Weltstadt wie Venedig, Flagge zeigen dürfen“, freut sich Rudolf Rosenstatter, Obmann von proHolz Salzburg.

Das Engagement der Firma Lottermoser hat sich besonders bezahlt gemacht, da bereits weitere Kunst- und Kulturschaffende ihr Interesse am Holzbau bekunden.