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3. Lungauer Holzsymposium im Zeichen der Symbiose von Holz und Tourismus

Unter dem Titel „Holz und Tourismus – eine perfekte Symbiose“ fand am 12. und 13. Oktober 2017 in St. Michael das 3. Lungauer Holzsymposium statt. Der Lungau ist geprägt von einer starken Forst- und Holzwirtschaft in einer intakten Landschaft des Biosphärenparks. Das heimische Holz mit regionaler Wertschöpfung hat in den vergangenen Jahren wieder einen verstärkten Einzug in den Tourismusbereich gehalten, wovon sich zahlreiche Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft überzeugen konnten.

Gerade im Biosphärenpark ist der vermehrte Einsatz von Holz und Holzwerkstoffen der richtige Weg in eine nachhaltige und ökologische Denk- und Handlungsweise. Gäste aus aller Welt suchen zunehmend den Weg zurück zur Natur. Ökologie, heimische und nachwachsende Materialien, gesunde Bauweisen sowie das Wohlbefinden sind mittlerweile wichtige Faktoren für den zahlenden Gast. Durch den vermehrten und bewussten Einsatz von Holz und Holzwerkstoffen kann sich der Lungau im Tourismusbereich einen ganz eigenen Stellenwert sichern.

Innovative Produkte aus dem Lungau

Die heimische und innovative Holzwirtschaft entwickelt sich stetig weiter und blickt nach vorne. Ein stark diskutiertes Thema ist oftmals die Gestaltung der Fassaden von Gebäuden. Die Firma Holzindustrie Hutter aus St. Michael bietet hier mit FASZINO®, einem selbst entwickelten Fassadensystem, ein hochwertiges Produkt am Markt an. Durch die hohe Qualität der verwendeten Materialen ist die Fassade wartungsarm und beinahe ohne optische Veränderung. Astfreie Tanne sowie die intelligente Befestigungsmethode sind hier der Grundstein für die hohe Qualität und Dauerhaftigkeit. Hoher Komfort für den Bauherren inklusive.
Ein weiteres heimisches und einzigartiges Produkt produziert die Firma Holzbau Matthias Bliem an. Die diffusionsoffene Wandtafel, ist ein patentiertes Massivholz-Wandsystem mit einer innenliegenden Dämmung und wird im Holzbaubetrieb selber hergestellt. Dadurch können Kundenwünsche hinsichtlich der Oberfläche individuell angepasst werden.
Heimische Tourismusbetriebe setzen auf Holz
Wie unterschiedlich das Material Holz im Tourismusbereich eingesetzt werden kann, präsentierten drei heimische Betriebe in kurzen Impulsvorträgen. Hochmodern im Erscheinungsbild und damit nicht unumstritten ist das Projekt von Anton Di Bora. Die eingeschossigen Apartments, die auf Punktfundamente gesetzt wurden und vorgelagert noch eine Photovoltaik-Anlage aufweisen, wurden in Passivhaus-Qualität ausgeführt und verfügen über ein ausgeklügeltes Energiekonzept. Traditioneller geht es bei den Chalets von Schlögelberger, der Familie Sampl, am Aineck zu. Hier wurden mehrere Hütten behutsam in die Landschaft integriert, die neben Schlafmöglichkeinen auch Seminarräume und einen Wellnessbereich beinhalten. Ernst Thaler aus dem benachbarten Kärnten geht hier wiederum einen ganz eigenen Weg. Revitalisierung und Erhaltung von alten Gebäuden aus Holz sind für den Zimmerer und Tischler das A und O. Mit traditioneller und alter Handwerkskunst haucht er alten Gebäuden neues Leben ein und verzichtet dabei aber nicht auf die Integration von moderner Technik. So unterschiedlich die jeweiligen Ansätze auch waren, so haben auch alle Ihre Berechtigung und gleichzeitig eines gemeinsam: Alle Projekte setzen auf Holz.

Holz als Gästemagnet

Unter dem Titel „Holz. Chance für den Tourismus“ gab Architekt DI Dr. Herwig Ronacher aus Kärnten einen intensiven Einblick in seine umgesetzten Projekte der vergangenen Jahre. Großteils großvolumige Projekte, die jedoch stark auf das Material Holz setzen. Vom einzelnen Hotelzimmer bis hin zu Schwimmbäderüberdachungen ist alles mit dabei. „Holz ist vielseitig einsetzbar, wenn die Planung von Anfang an mit dem heimischen Material gemacht wird. Auch die Kosten sind nicht höher. Wenn man dann noch bedenkt, dass der Gast die natürliche Holzkonstruktion im Urlaub fühlen kann, führt kein Weg an Holz vorbei“, so Arch. Ronacher. Die Hotels haben mittlerweile immer kürzere Zwischensaisonen, die für Bauvorhaben genutzt werden können. Durch die hohe Vorfertigung bietet sich Holz deshalb auch ideal für die Umsetzung an. „Wir schaffen es mittlerweile Bauvolumen über 5 Millionen Euro in zwei Monaten umzusetzen. Natürlich ist der hohe Zeitdruck nicht immer optimal für die Handwerker, aber durch den hohen Planungsgrad und die Vorfertigung kann Holz seine technischen Vorzüge fehlerfrei ausspielen.“, so Ronacher.

Besichtigungen

Die Verarbeitung von hochwertigem heimischem Holz in der Holzindustrie Hutter, in Fertig- bzw. Halbfertigprodukte, konnten sich Interessierte am Freitag ansehen. Durch die Verwendung von feinjährigem Holz sowie hochmoderne Weiterverarbeitung entstehen hier Produkte höchster Qualität. Gleich nebenan fertigt der Holzbaubetrieb von Matthias Bliem sein eigenes Wandsystem „DHT“. Die Zusammensetzung der Einzelteile für die Wände erfolgt noch händisch und trotzdem kann die Wand mit industriell gefertigten Wandelementen mithalten. Als Schlusspunkt wurden dann noch die Apartments von Anton Di Bora besichtigt. Perfekt ausgelegt für Familien und das Hauptaugenmerk auf Ökologie und Energie gelegt, setzten diese gänzlich auf Holz.